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Posts Tagged ‘Wort’

Wer von uns hat noch nicht? Egal, ob un- oder -absichtlich: Das Verwechseln der korrekten Reihenfolge von Zahlen und Gehen ist nicht nur als Jugendsünde weit verbreitet, sondern gehört auch für manch Erwachsenen ebenso zum guten Ton, wie sich über Teenager, die es ihnen gleich tun, zu beschweren.

Einer meiner besten Freunde erhob dieses Handwerk sogar zur allerhöchsten Kunst. Allerdings – und das soll nicht als Ausrede, sondern als Erklärung dienen – tat er dies vorwiegend während seiner Studentenzeit. Und wenigstens hatte er den Wirtsleuten gegenüber so viel Anstand, dass er seine Kunst meist dann zur Schau stellte, wenn (mehr …)

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muckefuckEs soll  ja Zeiten gegeben haben, in denen das Leben noch etwas härter und Bohnenkaffee noch unerschwinglicher war als heute. Ein wenig Linderung verschaffte damals so genannter „Kaffeeersatz“. Er tut’s zum Teil auch heute noch, wird aus einer Mischung verschiedener Getreidesorten hergestellt und gerne „Muckefuck“ genannt.

Klingt lustig, schmeckt aber nicht immer so. Interessant ist jedoch vor allem die Herkunft des putzigen Wörtchens. Zwei Glaubensrichtungen liefern sich in dieser spannenden Frage schon seit Jahrzehnten ein Kopf-an-Kopf-Rennen:

Erstens: Die „auf-Französisch-klingt-alles-irgendwie-eleganter-Theorie“. Demnach wäre „Muckefuck“ eine (mehr …)

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… und das bevor das Jahrzehnt überhaupt zu Ende ist. So entschieden jedenfalls die Sprachforscher der American Dialect Society, kurz ADS. Die honorige Sozietät wurde im Jahr 1889 gegründet und kürt seit 1990 das Wort des Jahres – und in etwas größeren Abständen jenes des Jahrzehnts.

Das Wörtchen ‚Jahrzehnt‘ darf man dabei aber wohl nicht zu wörtlich nehmen; heutzutage wird ja auch die Zeit immer kürzer. Mal schnell rechnen: Der Nachfolger des ‚googelns‘ wird schätzungsweise 2019 ermittelt werden … dann vielleicht 2027, 2034 und so weiter.

Ach ja: Neben dem Dekadenchamp wurde selbstverständlich auch ein Wort des Jahres gekrönt (in dem Fall geht’s um 2009  – ist ja nicht ganz sicher):  Sieger im wortstarken Wettstreit: das fröhliche ‚tweet‘. Mehr dazu und viele weitere kuriose Wort-des-Jahres-Anwärter gibt’s unter American Dialect Society.

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@J.Sawluk/www.pixelio.de

@J.Sawluk/www.pixelio.de

Aus gegebenem Anlass (und weil wir damit endlich wieder einen Beitrag in der Kategorie ‚Wort des Tages‘ haben): Obwohl das Wort cochonnerie recht vornehm klingt, ist es von der Bedeutung her eigentlich etwas eher Unfeines. Es stammt nämlich von cochon, dem französischen Begriff für Schwein ab und bedeutet demnach auch nichts anderes als Schweinerei, oder im übertragenen Sinn auch  so was wie schmutziger Witz.

Und dennoch bleiben wir dabei (leier): Die Verwendung dieses aus dem Duden verbannten Wortes war trotz seiner tieferen Bedeutung – die im übrigen nicht der Grund für den Rausschmiss sein kann – einem höheren Kreis vorbehalten. Denn … wer entrüstet sich bei so derben Verfehlungen wie Urinieren neben dem Reisebus oder heimlichem Abstimmen über Parteienförderungserhöhungsanträge denn schon mit einem so noblen und nasenflügelerhebenden Wörtlein wie ‚Cochonnerie!‘

Na eben.

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jugendwortOb ‚Jambajaner’, also jemand, der seine Umwelt mit nervigen Handy-Tönen quält, oder ‚Bankster’, eine Wortkombo aus ‚Banker’ und ‚Gangster’: Seit gestern sind 30 neudeutsche Wortkreationen im Rennen um den Titel ‚Jugendwort des Jahres 2009’ – eine Initiative des Langenscheidt Verlages und der Jugendzeitschrift SPIESSER mit Unterstützung des Social Networks MySpace.

Und das sind die Kandidaten für das Jugendwort des Jahres 2009:

  • Aknestäbchen – Pommes Frites
  • AOK-Chopper – Rollator
  • bam, bäm – cool, endgeil
  • Bankster – Bankangestellter, der in der Finanzkrise spekulative Geschäfte macht
  • buttern – schwitzen (mehr …)

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lexikon der bedrohten wörterAngeregt von Bodo Mrozeks ‚Lexikon der bedrohten Wörter‘ geloben wir hiermit feierlich. Und zwar, dass wir an dieser Stelle, und ab sofort und unregelmäßig, ungewöhnliche und selten gebrauchte hoch-, dialekt-, slang- sowie natürlich und ganz vor allem auch alpendeutsche Wörter zu Schau stellen wollen. Um damit vielleicht einen kleinen Beitrag zu leisten, selbige nicht ganz so schnell von der Liste bedrohter Wörter in den Hades des endgültigen Vergessenseins verschwinden zu lassen.

Den Anfang macht das kleine Wörtlein ‚urst‘, einst ostdeutsches Pendant zum westdeutschen (mehr …)

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Deutschland kompaktUnd die Heizölrückstoßabdämpfung! Denn beide Wörter sind Rekordhalter: ‚Angstschweiß‘ ist deutschsprachiger Meister im ‚möglichst viele Konsonanten hintereinander vereinen‘. Und die ‚Heizölrückstoßabdämpfung‘ ist amtierender Germanistik-Champ in der Kategorie ‚ganz viele Buchstaben, ohne dass sich einer wiederholt‘!

Wir gratulieren und danken der ‚Kuriosen Welt in Zahlen‘ von Jürgen Brater und Philip Waechter sowie ‚Deutschland kompakt‘ von Christian Sobiella.

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