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Posts Tagged ‘Wort des Tages’

Wer von uns hat noch nicht? Egal, ob un- oder -absichtlich: Das Verwechseln der korrekten Reihenfolge von Zahlen und Gehen ist nicht nur als Jugendsünde weit verbreitet, sondern gehört auch für manch Erwachsenen ebenso zum guten Ton, wie sich über Teenager, die es ihnen gleich tun, zu beschweren.

Einer meiner besten Freunde erhob dieses Handwerk sogar zur allerhöchsten Kunst. Allerdings – und das soll nicht als Ausrede, sondern als Erklärung dienen – tat er dies vorwiegend während seiner Studentenzeit. Und wenigstens hatte er den Wirtsleuten gegenüber so viel Anstand, dass er seine Kunst meist dann zur Schau stellte, wenn (mehr …)

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muckefuckEs soll  ja Zeiten gegeben haben, in denen das Leben noch etwas härter und Bohnenkaffee noch unerschwinglicher war als heute. Ein wenig Linderung verschaffte damals so genannter „Kaffeeersatz“. Er tut’s zum Teil auch heute noch, wird aus einer Mischung verschiedener Getreidesorten hergestellt und gerne „Muckefuck“ genannt.

Klingt lustig, schmeckt aber nicht immer so. Interessant ist jedoch vor allem die Herkunft des putzigen Wörtchens. Zwei Glaubensrichtungen liefern sich in dieser spannenden Frage schon seit Jahrzehnten ein Kopf-an-Kopf-Rennen:

Erstens: Die „auf-Französisch-klingt-alles-irgendwie-eleganter-Theorie“. Demnach wäre „Muckefuck“ eine (mehr …)

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An die Dudenredaktion
Abt. Neue Worte

Betr. Anregung

Sehr geehrte Herren!

Mir ist aufgefallen, daß die deutsche Sprache ein Wort zu wenig hat. Wenn man nicht mehr “ hungrig “ ist, ist man “ satt “ . Was ist man jedoch, wenn man nicht mehr “ durstig “ ist ? Na ? Naa ? Na bitte ! Dann “ hat man seinen Durst gestillt “ oder “ man ist nicht mehr durstig “ und was dergleichen unschöne Satzbandwürmer mehr sind . Ein  k n a p p e s  einsilbiges Wort für besagten Zustand fehlt jedoch, ich würde vorschlagen, dafür die Bezeichnung “ schmöll “ einzuführen und in Ihre Lexika aufzunehmen .

Mit vorzüglicher Hochachtung
Werner Schmöll

Verfasser: Robert Gernhardt (WimS, 1975)

Anmerkung: Im Jahr 1999 hat die Dudenredaktion, dem Ansinnen Herrn Schmölls folgend, tatsächlich ein offizielles ‚Gegenteil von durstig‘ gekürt.

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