Anfang des Jahrtausends gab es in unserem nördlichen Nachbarland kaum eine elegantere Art vom Small Talk ins Tacheleske überzugehen, als seinem Gegenüber unschuldigen Gesichts die Wort-Zahl-Kombination “Hartz IV” zum Fraß vorzuwerfen. Prompt wurde der bewährte Party-Eisbrecher von der Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) zum Wort des Jahres 2004 gewählt.
Nun hat’s also auch das zugehörige Verb geschafft: „Hartzen“, salopp für „arbeitslos sein“ oder einfach nur „rumhängen“, wurde unter 45.000 Einsendungen unter die Top 15 für das Jugendwort des Jahres 2009 nominiert. Aus diesem erlauchten Kreis wählte eine Jury vor kurzem den diesjährigen Gewinner sowie die Plätze zwei bis fünf.
Auch ein bisschen rot-weiß-rotes Brustklopfen sei erlaubt: Immerhin Rang 2 ging an den – der alpenländischen Krocha-Szene entstammenden – Begriff „bam“, was soviel wie “cool” oder “geil” bedeutet. (Hoppla, die beiden Wörter sind ja wohl sowas von “out” (Mist, “out” ja auch!))
Na jedenfalls … die Top Five der Jugendwörter 2009 im Überblick:
1.) hartzen
2.) bam
3.) Bankster
4.) Rudelgucken
5.) Pisaopfer
Kleines Sonder-Service: Hier geht’s zu den 30 nominierten Begriffen zum Jugendwort 2009.
Und hier geht’s zur Wahl zum Jugendwort des Jahres 2011.
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